Schwarmintelligenz gehört zur Zukunft

Oh lá lá – da kann einem schon ganz schön schwindelig werden, bei all diesen neuen Modewörtern und dem Versuch zu verstehen, warum dieses oder jenes jetzt wieder so wichtig sein wird, in der Zukunft die gestern schon begonnen hat? Warum ist also die Nutzung der Schwarmintelligenz, oder das vernetzte und sogar fast sekundengenaue, gleichzeitige Bearbeiten und Kreieren von Ideen, Wissen, Kunst oder Produkten, beides z. B. via Plattformen, nun auf einmal so relevant?

Fakt ist, durch die Digitalisierung sind viele Prozesse um ein Vielfaches schneller, einfacher oder individualisierbarer geworden und weltweit vernetzt. Dadurch ist vieles möglich geworden, aber es sind auch neue Herausforderungen entstanden, wie etwa der mögliche weltweite Wettbewerb um Ressourcen und Märkte, allem voran jedoch die Herausforderung der hohen Geschwindigkeit wie Innovationen und Wissen inzwischen entstehen, sich wandeln und wieder veralten können. Um hier up to date zu bleiben, sichtbar zu sein und am Markt bestehen zu können, muss man sich von dem alten Gesetz ‚wer das Wissen hat, hat die Macht‘ trennen, denn „das Wissen“ kann ein Einzelner gar nicht mehr adäquat aufnehmen und auf dem aktuellen Stand halten und schon gar nicht in den unterschiedlichen ausdifferenziertesten Nischen von heute.

Auch halten durch den hierarchiefreieren Zugang der digitalisierten Märkte die Innovationen der heutigen großen Player nicht notwendigerweise lange vor – eine gute Idee einer ‚no-name-Firma‘ oder gar einzelner Menschen und ihre Marktanteile ändern sich rapide und exponentiell über Nacht. Daher ist in multiperspektivische Kreativität und breiten Wissensaufbau zu investieren das Beste, was heutige Unternehmen machen können und auch die Strategie, die Zeiten von Wissens- und Kreativitätsentstehung bis hin zum „release to market“, so gut wie möglich zu verkürzen.

Da die Branche der digitalisierten Produkte als erste von den Auswirkungen ihrer eigenen Entwicklungen betroffen war, ist es auch diese Branche, die hier als erste angefangen hat zu lernen und sich anzupassen. Nicht ohne Grund haben sich entsprechend seit den 80ern, der frühen Boom-Zeit der digitalen Entwicklungen, hier genau die Arbeitsweisen weiter ausgeprägt, deren Fokus auf frühes Lernen durch schnelles Experimentieren und Umsetzen aus Nutzerperspektive lag.
Warum? Weil Innovationen gerade aus der Konkurrenz kongruierender oder divergierender Anteile unterschiedlicher Perspektiven entstehen, was zu neuen Kombinationen oder ganz neuen Ideen führt.

Neue technische Lösungen, die hier das „gemeinsame konkurrierenden Kreieren“ durch das synchrone Arbeiten an einem Dokument ohne Zeitverzögerung und dies sogar remote global ermöglichen, spiegeln genau diesen Bedarf der Innovationssteigerung sowie der notwendigen Geschwindigkeit wider. Gleichzeitig bedarf es des Plattformgedankens, um zur Lösung von Problemen und Herausforderungen das Wissen und die Kreativität möglichst vieler – also der Schwarmintelligenz – und Schwarmkreativität zu nutzen, um tatsächlich immer wieder zur Verbesserung oder zu neuen Innovationen zu kommen – auch wenn dies eben heißt, dem ‚Schwarm‘ alle bisherigen Informationen transparent zu machen und zur Verfügung zu stellen. Wer hier nicht sein Wissen teilt, muss neues Wissen und Innovation entweder im Unternehmen intern selbst aufbauen oder läuft Gefahr, am Markt von innovativeren Produkten verdrängt zu werden – zumindest, wenn das Produkt eines ist, welches innovativ oder auf dem neuesten Wissenstand sein muss.

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